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Steuern und Buchhaltung für UG und GmbH in Wiesbaden

Wiesbaden ist hessische Landeshauptstadt, Sitz vieler Versicherungen und liegt direkt im Rhein-Main-Gebiet mit seiner Startup- und Fintech-Szene. Hier findest du, welche Steuern, Ämter und Fristen für eine UG oder GmbH in Wiesbaden gelten.

Das Wichtigste für UGs und GmbHs in Wiesbaden auf einen Blick

Körperschaftsteuer inkl. Soli15,825 % (bundesweit gleich)
Zuständig für KörperschaftsteuerFinanzamt Wiesbaden
Gewerbesteuerbescheid kommt vonKassen- und Steueramt der Landeshauptstadt Wiesbaden

Finanzamt und Steueramt in Wiesbaden

Seit Oktober 2022 gibt es in Wiesbaden nur noch ein Finanzamt: Wiesbaden I und II wurden zum Finanzamt Wiesbaden zusammengelegt. Es ist für alle UGs und GmbHs in der Stadt zuständig.

Den Gewerbesteuerbescheid bekommst du vom Kassen- und Steueramt der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Handelsregister und IHK in Wiesbaden

IHK-Beitrag: Jede UG und GmbH ist automatisch Pflichtmitglied der Industrie- und Handelskammer, hier der IHK Wiesbaden. Der Beitrag besteht aus einem Grundbeitrag und einer Umlage auf den Gewerbeertrag. Anders als Einzelunternehmer bekommen Kapitalgesellschaften dabei in der Regel keinen Freibetrag.

Der IHK-Beitrag ist eine Betriebsausgabe. Den Bescheid verschickt die IHK selbst.

Förderung für Gründer in Wiesbaden: Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank)

Die Förderbank für Hessen ist die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank). Für junge UGs und GmbHs sind vor allem diese Programme interessant:

Konditionen und Voraussetzungen findest du direkt bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank).

Buchhaltung, Pflichten und Fristen

Buchführung: UG und GmbH sind Kaufleute kraft Rechtsform. Sie müssen doppelt nach HGB buchen und jedes Jahr einen Jahresabschluss aus Bilanz, GuV und Anhang erstellen. Kleinstkapitalgesellschaften dürfen auf den Anhang verzichten.

Jahresabschluss: Kleine Gesellschaften haben für die Aufstellung bis zu sechs Monate nach Ende des Geschäftsjahres Zeit. Spätestens zwölf Monate nach Ende des Geschäftsjahres muss der Abschluss im Unternehmensregister offengelegt sein. Ans Finanzamt geht er elektronisch als E-Bilanz.

Jährliche Steuererklärungen (Abgabe ohne Steuerberater bis 31. Juli des Folgejahres):

  • Körperschaftsteuererklärung: 15 % auf den Gewinn plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf
  • Gewerbesteuererklärung
  • Umsatzsteuererklärung
  • Kapitalertragsteuer-Anmeldung, wenn die Gesellschaft Gewinne ausschüttet

Laufend: Umsatzsteuer-Voranmeldungen monatlich oder vierteljährlich, je nach Höhe der Umsatzsteuer im Vorjahr, jeweils bis zum 10. des Folgemonats (mit Dauerfristverlängerung einen Monat später). Vorauszahlungen auf die Körperschaftsteuer am 10. März, Juni, September und Dezember, auf die Gewerbesteuer am 15. Februar, Mai, August und November.

Aufbewahrung: Buchungsbelege wie Rechnungen und Kontoauszüge acht Jahre, Bücher und Jahresabschlüsse zehn Jahre.

Die hier aufgezählten Pflichten von Buchführung über Jahresabschluss bis zu den Steuererklärungen bildet Pluto in einer App ab. Ausgenommen sind Lohnbuchhaltung mit Personal, Auslandssachverhalte, Organschaften, Umwandlungen und Betriebsprüfungen.

Häufige Fragen zu Steuern in Wiesbaden

Welches Finanzamt ist für meine GmbH in Wiesbaden zuständig?+

Das Finanzamt Wiesbaden. Seit 2022 gibt es nur noch dieses eine Finanzamt für die Stadt.

Brauche ich in Wiesbaden einen Steuerberater für meine UG?+

Nein. Kein Gesetz verpflichtet eine UG oder GmbH dazu. Verantwortlich ist die Geschäftsführung. Bei Auslandssachverhalten außerhalb des Standards, Umstrukturierungen oder Betriebsprüfungen solltest du einen Steuerberater hinzuziehen.

Stand: Oktober 2026