Voranmeldung, Erklärungen & Fristen · 3.10
Frist verpasst: Was passiert jetzt?
Kurze Antwort
Wer eine Erklärung zu spät abgibt, riskiert einen Verspätungszuschlag. Wer zu spät zahlt, zahlt Säumniszuschläge. Kommt gar nichts, schätzt das Finanzamt. Das Wichtigste: so schnell wie möglich nachholen und mit dem Finanzamt reden.
Das Wichtigste
- Verspätungszuschlag: für zu spät abgegebene Erklärungen. Bei Jahreserklärungen setzt das Finanzamt ihn ab einer deutlichen Verspätung automatisch fest.
- Säumniszuschlag: für jeden angefangenen Monat, in dem eine fällige Steuer nicht bezahlt ist.
- Schätzung: Gibst du nichts ab, schätzt das Finanzamt, meist eher hoch.
- Zwangsgeld: kann angedroht werden, um die Abgabe durchzusetzen.
- Absehbar knapp? Beantrag vor Fristablauf eine Verlängerung. Kannst du nicht zahlen, beantrag Stundung oder Ratenzahlung.
Zahlen & Grenzwerte (Stand: November 2026)
- Verspätungszuschlag bei Jahreserklärungen: 0,25 % der festgesetzten Steuer abzüglich Vorauszahlungen, mindestens 25 € je angefangenem Monat, höchstens 25.000 €
- Automatische Festsetzung, wenn die Erklärung nicht binnen 14 Monaten nach Ablauf des Steuerjahres abgegeben wird
- Säumniszuschlag: 1 % des auf 50 € abgerundeten Steuerbetrags je angefangenem Monat; bei Überweisung gilt eine Schonfrist von 3 Tagen
Rechtsgrundlagen
§ 152 AO§ 240 AO§ 162 AO§ 328 AO§ 109 AO
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