UG & GmbH im Alltag · 4.5
Warum muss die UG Rücklagen bilden?
Kurze Antwort
Weil die UG mit sehr wenig Stammkapital starten darf, muss sie Kapital aufbauen: Ein Viertel ihres Jahresüberschusses kommt in eine gesetzliche Rücklage. Das gilt so lange, bis sie ihr Stammkapital auf das einer GmbH erhöht hat.
Das Wichtigste
- Grundlage ist der Jahresüberschuss, vorher gemindert um einen Verlustvortrag aus früheren Jahren.
- Die Rücklage darf nur für zwei Dinge verwendet werden: eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln oder den Ausgleich von Verlusten.
- Sie ist kein separates Konto. Das Geld darf im Geschäft arbeiten, es darf nur nicht ausgeschüttet werden.
- Die Rücklage spart keine Steuern: Steuern zahlt die UG auf den vollen Gewinn.
- Hat die Rücklage zusammen mit dem Stammkapital 25.000 € erreicht, kann die UG ihr Kapital daraus erhöhen und fällt aus den Sonderregeln.
Zahlen & Grenzwerte (Stand: November 2026)
- Rücklage: 25 % des Jahresüberschusses (nach Abzug eines Verlustvortrags)
- Ziel: Stammkapital von 25.000 €
Rechtsgrundlagen
§ 5a Abs. 3 und 5 GmbHG§ 57c GmbHG
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